Europa

Beliebte Reiseziele auf Kreuzfahrten

Ob kleine Runde oder große Tour, Ozeanüberquerung oder Luxuskreuzfahrt: Es gibt eine Reihe von Zielen, die bei Passagieren auf Kreuzfahrtschiffen besonders beliebt sind. Es sind Kreuzfahrtziele, die mit besonderer Schönheit glänzen oder die zu den Klassikern des Cruisens über die sieben Weltmeere gehören. Alle diese Ziele verführen zum Träumen und sind Sehnsuchtsorte für den erfahrenen Kreuzfahrtpassagier und den erwartungsvollen Neuling. Und diese Traumziele enttäuschen ihre Gäste nicht.

Auch die kleineren Meere haben große Reize und halten eine Menge charmanter Traumziele bereit. Das Mittelmeer ist so vielseitig, dass es sich beliebig von West nach Ost durchkreuzen lässt. Im Westen dieses abwechslungsreichen Meeres mit seinem beständigen Wetter gehört die alte Lagunenstadt Venedig zu den Höhepunkten einer jeden Mittelmeer-Kreuzfahrt. Für viele Passagiere ist die langsame Einfahrt in die wohl berühmteste Wasserstadt der Welt einer der Höhepunkte ihrer Reise. Auf der anderen Seite des Mittelmeeres lockt das quirlige Istanbul mit seiner Fülle an kulturhistorischen Bauten wie der Hagia Sofia zum Entdecken mit allen Sinnen. Besonders reizvoll ist es z. B. auch, von hier aus mit dem Kreuzfahrtschiff weiter in Richtung Ukraine zu reisen. Eines der beliebtesten Ziele ist dabei die alte Hafenstadt Odessa mit ihrer einzigartigen Mischung aus östlichem und westlichem Flair, eine der faszinierendsten Metropolen des östlichen Europas.

Ein ganz anderes, nicht weniger reizvolles Flair erwartet den Kreuzfahrtreisenden, wenn er sich auf eine Tour in den ganz hohen Norden begibt. Eine Fahrt die norwegische Küste entlang ins ewige Eis, Auge in Auge mit kalbenden Eisbären und treibenden Eisschollen, ist ein unvergessliches Erlebnis. Hier zeigt sich unverfälschte Natur hautnah von ihrer ursprünglichsten Seite. Spitzbergen im nördlichsten Norwegen, umgeben vom arktischen Ozean, ist als Kreuzfahrtziel ein Klassiker unter den Nordlandtouren. Geboten wird Abenteuer pur auf einem technisch eissicheren und mit allem Komfort ausgestatteten Kreuzfahrtschiff. Das Ausbooten mit Schlauchbooten mitten in die eiskalte Welt der Gletscher und Eisbären ist einer der Höhepunkte einer solchen Nordlandtour.

Reisen mit Aussicht, Foto: Sheila Jellison / Unsplash
Reisen mit Aussicht, Foto: Sheila Jellison / Unsplash

Die große Ozeanüberquerung war früher einmal die einzige Möglichkeit, von Europa aus neue Kontinente anzusteuern. Heute ist die Fahrt über den großen Teich ein angenehmer Luxus für Kreuzfahrtenthusiasten, die das Besondere lieben. Die Ozeanüberquerung auf die andere Seite des Atlantiks nach New York City ist nach wie vor etwas ganz Exklusives und für viele der schönste Weg, sich der aufregenden Weltstadt zu näheren. Die Einfahrt in den Hafen mit Blick auf die berühmte Freiheitsstatue lässt den Atem stocken und vermittelt das bleibende Gänsehautgefühl, sich wie die Pioniere der ersten Stunde der Neuen Welt zu nähern.

Es gibt auch ein paar Traumziele auf diesem Planeten, die sich am besten auf einer ganz großen Luxuskreuzfahrt erobern lassen. Vor allem exotische Inselgruppen sind es, die einen ganz besonderen Charme besitzen und jeden Kreuzfahrtreisenden in ihren Bann ziehen. Ein paar Tage Zwischenhalt und man kann in Surfcamps Wellenreiten lernen oder das Inselinnere ausgiebig erkunden. Einer der Sehnsuchtsorte schlechthin für viele Reisende auf Luxus-Abenteuerkurs sind die Galapagos Inseln im östlichen Pazifik. Die wegen ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt bekannte Inselgruppe gehört zu Ecuador. Sie ermöglicht naturbegeisterten Kreuzfahrtreisenden einmalige Begegnungen mit der weltberühmten Galapagos-Riesenschildkröte. So hat jedes Kreuzfahrtziel seinen eigenen Reiz und macht jede Fahrt zu einem einmaligen Erlebnis.

In den folgenden Artikeln stellen wir Euch viele weitere Kreuzfahrtziele ausführlich vor, versuchen zu inspirieren, Lust zu machen und Euch die Faszination Kreuzfahrt näherzubringen.

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Mittelmeer-Kreuzfahrt

Die Nordküste Afrikas ist ein perfekter Ort, um eine Mittelmeer-Kreuzfahrt zu beginnen. Der Hafen La Goulette ist heute perfekt auf Kreuzfahrtschiffe ausgerichtet und von hier aus kann man die Reise in Richtung Osten starten. Tunis selbst ist natürlich sehenswert, sodass es sich lohnt, ein oder zwei Tage vor Abfahrt des Schiffes einzutreffen. Mit seiner dreitausend Jahre alten Geschichte hat die Stadt dem Besucher einiges zu bieten. Besonders faszinierend sind die Gegensätze zwischen Alt und Neu, die das Gefühl vermitteln, in zwei Welten zugleich zu leben. Einmal kann man die Medina besuchen. Der Altstadtkern ist ursprünglich und man fühlt sich in ein Märchen aus Tausend und Einer Nacht versetzt. Doch nur eine kurze Distanz entfernt wartet das neue Tunis. Eine moderne Großstadt weist zeitgenössische Architektur und aktuelle Lebensart auf. Besteigt man schließlich das Schiff, so verlässt man Tunis oft nur ungern und wirft gerne noch einen letzten Blick auf die alte Hafenstadt zurück.

Doch bei einer Kreuzfahrt gibt es viel zu erleben, sodass man sich schon auf das nächste Ziel freut, wenn man sich an Bord von einem Leben in Luxus verwöhnen lässt. Gemächlich zieht die nordafrikanische Küste vorbei. Während das Schiff Kurs auf Israel nimmt. Hier wird der Hafen von Haifa angesteuert. Haifa ist die drittgrößte Stadt Israels und existiert schon seit der Antike. Ein Bummel durch die Stadt ist interessant und unterhaltsam. Alte Sehenswürdigkeiten und moderne Einkaufsmöglichkeiten sorgen für einen perfekten Tag an Land. Der Ausflug nach Nazareth gehört zu den Ereignissen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Hier findet man viele Stätten, die zu den wichtigsten historische Punkten des Christentums gehören. Man besichtigt die Verkündigungsbasilika und hat außerdem die Möglichkeit, die abwechslungsreiche Altstadt mit ihrem herrlichen Basar zu besuchen. Hier findet man eng beieinander Kirchen, Moscheen und Synagogen, die von der bewegten Geschichte der Region zeugen. Bei einem Abstecher zum See Genezareth erlebt man die Überreste des Fischerdorfs Kafarnaum, das einst Heim für Jesus und seine Jünger war. Dieser Ausflug bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte des Christentums und ist unglaublich beeindruckend.

Wenn man wieder an Bord kommt, tut die entspannende Atmosphäre gut. Bald schon geht die Kreuzfahrt weiter zum nächsten Reiseziel. Schon nach kurzer Zeit ist der türkische Hafen Antalya erreicht. Die türkische Großstadt hat sich durch ihre herrliche Lage heute in eine Touristenhochburg verwandelt. Nicht umsonst wird dieser Küstenstrich als die türkische Rivera bezeichnet. Herrliche Badebuchten laden zu einem unvergleichlichen Strandtag ein, für den man sich auf dem Schiff auch einen Picknickkorb vorbereiten lassen kann.

Schon bald geht die Kreuzfahrt weiter, diesmal mit Ziel Zypern. Der beliebte Kreuzfahrt-Hafen Limassol im Süden der Insel ist der vorletzte Hafen, den das Schiff auf der Reise anläuft. Die Stadt hat in den letzten Jahren eine große Entwicklung durchlaufen und gilt als wichtiges wirtschaftliches Zentrum, das Heim vieler Off Shore Unternehmen geworden ist. Auf einem Rundgang besucht man den Kolossi, die alte Hochburg, die im Jahr 1210 erbaut wurde und das Kastell aus dem 13. Jahrhundert, in dem heute ein interessantes Museum untergebracht wird. Am Fuß des Trodosgebirges gibt es herrliche Weingüter, wo man lokalen Wein probieren kann. Nur allzu bald heißt es von der gepflegten Atmosphäre von Limassol Abschied zu nehmen und zum letzten Teil der Reise nach Griechenland aufzubrechen.

Die Kreuzfahrt endet im griechischen Hafen Piräus, von wo man schließlich wieder nach Hause fährt.

Palma de Mallorca

Die Kathedrale von Palma de Mallorca, Foto: Yves Alarie / Unsplash
Die Kathedrale von Palma de Mallorca, Foto: Yves Alarie / Unsplash

Die Mittelmeer-Kreuzfahrt ist sicherlich der Klassiker unter den Schiffsreisen. Wer sich im Mittelmeerraum an Deck eines Schiffes aufhält, hat in der Regel beste Chancen auf viele Sonnenstunden. Aber nicht nur die Wettergarantie, sondern auch die beeindruckenden Küsten und historischen Hafenstädte machen die Mittelmeerroute so beliebt. Auf dieser Rundfahrt darf natürlich keinesfalls die Baleareninsel Mallorca fehlen. Wer einmal auf der beliebten Ferieninsel war, weiß, dass sie weitaus mehr zu bieten hat als Jürgen Drews und Sangria in Plastikeimern. Die Insel begeistert vor allem durch die einmalige Landschaft und ihren mediterranen Charme.

Ein Landgang in der Inselhauptstadt Palma de Mallorca sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Mittelmeer-Kreuzfahrers gehören. Man ist hier in bester Gesellschaft, denn im Hafen von Palma legen jährlich mehrere hundert Kreuzfahrtschiffe an. Auch die Ozeanriesen „Queen Mary 2“ und „Voyager of the Seas“ gingen schon in der mallorquinischen Hafenstadt vor Anker. Für den Landgang in Palma bieten sich eine ganze Reihe verschiedenster Sehenswürdigkeiten und Unternehmungsmöglichkeiten an. Die wohl mit Abstand bekannteste Sehenswürdigkeit Palmas ist die im gotischen Stil erbaute Kathedrale „La Seu“. Sie gehört zweifelsohne zu den schönsten Kirchen, die Spanien zu bieten hat. Das imposante Bauwerk gilt als inoffizielles Wahrzeichen der Stadt und zieht täglich viele Touristen an. Der Bau erstreckt sich über eine beachtliche Länge von etwa 110 Metern. Die prachtvollen Türme des berühmten Gotteshauses sind für Schiffsreisende schon von Weitem zu sehen. Ein besonderer Höhepunkt ist der Anblick der beleuchteten Kathedrale in der Dämmerung.

In unmittelbarer Nähe zur Kathedrale liegt auch der „Palacio de la Almudaina“, in dem die spanische Königsfamilie regelmäßig zu Gast ist. Teile des Königspalastes wie beispielsweise der Museumstrakt können öffentlich besichtigt werden. In direkter Nachbarschaft zu Kathedrale und Königspalast befindet sich der „Parc de la Mar“. Die Mallorquiner lieben diese gepflegte Parkanlage, die zum Verweilen unter Palmen oder am See einlädt. Das „Castell de Bellver“ bietet einen malerischen Ausblick über die Hauptstadt der Baleareninsel. Das runde, festungsähnliche Bauwerk liegt in stolzen 112 Metern über der Stadt. In der Burg befindet sich neben einem unterirdischen Höhlensystem mit Kerker auch ein Museum.

Nicht nur für Architekturliebhaber empfiehlt sich ein Besuch im spanischen Dorf „Pueblo Espanol“ westlich der Altstadt. Hier können nennenswerte spanische Bauwerke im maßstabsgetreuen verkleinerten Nachbau bewundert werden. Dabei sind die Nachbauten groß genug, dass sie begehbar sind. In einem Teil der Häuser sind Souvenirshops und Restaurants untergebracht. Bei dem Areal handelt es sich um eine reine Fußgängerzone, sodass man ungestört flanieren kann.

Verspürt man während des Landgangs Lust auf eine Shoppingtour, begibt man sich am besten in die Innenstadt mit ihren zahlreichen Geschäften. Darüber hinaus verfügt Palma mit dem voll klimatisierten Einkaufszentrum Porto Pi am Rande der Stadt über eine wahre Konsumoase. Ein reges Treiben herrscht auch im „Mercat de L’Olivar“, einem der größten Märkte für landestypische Spezialitäten in Palma. In der weitläufigen Markthalle findet man bei angenehm kühlen Temperaturen allerhand kulinarische Genüsse vor. Das Angebot reicht über frischen Fisch, Käse und Obst bis hin zu Backwaren. Selbst wenn man als Kreuzfahrer hier nicht unbedingt etwas kauft: Es lohnt sich ein Besuch. Überkommt einen beim Anblick der Köstlichkeiten der Appetit, so kann man an den Tapas-Bars der Markthalle einen Snack zu sich zu nehmen.

Als Besucher im Urlaub von Palma de Mallorca sollte man es sich nicht nehmen lassen, entlang der Hafenpromenade zu flanieren. Insbesondere ein Spaziergang im Jachthafen mit Blick auf die luxuriösen Millionärsyachten ist empfehlenswert. Selbstverständlich kann man von Palma aus auch die Gelegenheit nutzen und einen Abstecher in die nahe gelegene Partyhochburg El Arenal wagen. Die Kreuzfahrer können sich auf diese Weise ihr eigenes Bild vom massentouristisch geprägten Ort und dem Mythos der bekannten Strandbar Ballermann 6 machen. In El Arenal findet man in jedem Fall eine recht feierfreudige Szenerie vor, die man mögen kann oder auch nicht. Insgesamt bietet sich dem Kreuzfahrtpublikum im Rahmen eines Landgangs in Palma de Mallorca ein abwechslungsreiches Programm, welches sicherlich nicht an einem Tag komplett zu absolvieren ist. Doch wer einmal auf Mallorca war, kommt meist wieder.

Barcelona

Blick auf Barcelona, Foto: Enes, unsplash.com
Blick auf Barcelona, Foto: Enes, unsplash.com

Am Mittelmeer liegend, südlich der Pyrenäen befindet sich die Hauptstadt Kataloniens, Barcelona, mit ihrer interessanten Kunst- und Kulturszene, über die man seit dem Mittelalter auf der ganzen Welt redet. Mit ihren rund 1,6 Millionen Einwohnern ist sie somit die elftgrößte Gemeinde der Europäischen Union und gilt als führendes Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes Spanien. Auf einem fünf Kilometer breiten Plateau gelegen, das von der Bergkette Serra de Collserola und den Flüssen Llobregat im Süden sowie Besòs im Norden begrenzt wird, befindet sich Barcelona im Nordosten der iberischen Halbinsel.

Die bekannteste Straße der Stadt ist die Flaniermeile La Rambla. Die breite Allee führt vom Zentrum bis zum Hafen und dort findet man vom Blumen- und Vogelverkäufer, Kioske, Straßenmusikanten, Akrobaten sowie zahlreichen Cafés und Restaurants alles was das Herz begehrt. Auch der bekannte Markt Mercat de la Boqueria und der Plaça Reial mit seinen typischen Lokalen und das berühmte Opernhaus Gran Teatre del Liceu liegen dort.

Einige der vielen Sehenswürdigkeiten der Metropole, neben zahlreichen Museen, dem 173 m hohen Berg Montjuïc oder dem Fernsehturm Torre de Collserola, sind die weltberühmten Gebäude in einer eigenen Form des Jugendstils, die von dem Künstler Antoni Gaudí entworfen wurden (z. B. der Park Güell oder Casa Milà), darunter die Kathedrale Sagrada Família, an der bis heute noch gebaut wird. Alle Bauwerke gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Dubai

Blick auf den Burj Khalifa, Foto: David Rodrigo / Unsplash
Blick auf den Burj Khalifa, Foto: David Rodrigo / Unsplash

Am Persischen Golf liegt Dubai, die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate und die Hauptstadt des Emirats Dubai. Über 80 % aller Einwohner des Emirats sind dort beheimatet und bilden dessen wirtschaftliches, kulturelles, politisches und soziales Herz. Im Norden grenzt Dubai an das Emirat Schardscha. Der bedeutendste Flughafen des Nahen Ostens ist der Dubai International Airport, wohingegen der künstlich angelegte Hafen Jebel Ali mit über 92.000 Mio. Tonnen Umschlag sich rühmt, das wichtigste Handelszentrum am Persischen Golf zu sein.

Die wohl am häufigsten dargestellte und bekannteste Sehenswürdigkeit Dubais ist der höchste Wolkenkratzer der Welt, der Burj Khalifa mit 828 m. In der Nähe der Altstadt liegt in einem ehemaligen Fort das Dubai Museum. Dort kann man das Leben vor dem Ölboom der Einwohner besichtigen. Im Zuge dessen bietet sich der Besuch der unmittelbar angrenzenden Siedlung von renovierten  ehemaligen persischen Handelshäusern an.

Im Madinat Theater finden Konzerte, das internationale Filmfest von Dubai (Dubai International Film Festival), sowie Ballett- und Opernaufführungen statt. Manch einer schlendert lieber durch die Innenstadt, über den Gewürzmarkt oder den Goldmarkt mit seinen zahlreichen kleinen Schmuckhandlungen und orientalischem Flair. Es werden auch organisierte Führungen in die angrenzende Wüste Dubais angeboten.

Bahamas

Hafen von Nassau, Foto: Fernando Jorge / Unsplash
Hafen von Nassau, Foto: Fernando Jorge / Unsplash

Mit rund 700 Inseln und 2.400 Korallenriffen sind die Bahamas eine der beliebtesten Ziele in der Karibik. Sie werden zu Mittelamerika gezählt und liegen südöstlich der USA sowie nordöstlich von Kuba. Die Inseln weisen ein subtropisches Klima, mit durchschnittlichen Temperaturen von 26 °C im Jahr, auf. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter 20 °C. Bewohnt sind nur 30 Inseln der Gruppe; die überwiegend christlich geprägten Einwohner sprechen neben der Amtssprache Englisch auch haitianisches Kreol (hauptsächlich von den Einwanderern aus Haiti).

Die größte Insel der Bahamas ist Andros (etwa 5.960 km²), die beiden einwohnerreichsten sind New Providence (ca. 250.000 EW) mit der Hauptstadt Nassau, die im Jahr 1656 durch britische Siedler gegründet wurde, sowie Grand Bahama (ca. 52.000 EW). In Nassau, sowie in der Stadt Freeport auf der Insel Grand Bahama leben mehr als drei Viertel der gesamten Bevölkerung der Bahamas. Nassau ist berühmt für ihre Kolonialarchitektur, viktorianische Kirchen und Herrenhäuser.

Es existieren auf den Bahamas insgesamt 22 Nationalparks mit über 260.000 Hektar geschützter Land- und Meeresfläche, die vom Bahamas National Trust verwaltet werden. Der flächenmäßig größte Nationalpark ist der Central Andros Nationalpark mit ca. 117.000 Hektar und umfasst Mangroven- und Feuchtgebiete, aber auch Teile des Andros Barrier Reef, dem drittgrößten Riff der Welt.

Die Insel Little Inagua ist der südlichste Nationalpark. Sie ist unbewohnt und nur für Besucher zu erreichen. An ihrem Strand legen die gefährdeten Wasserschildkröten ihre Eier.

Monaco

Hafen von Monaco, Foto: Rishi Jhajharia / Unsplash
Hafen von Monaco, Foto: Rishi Jhajharia / Unsplash

Einer der kleinsten unabhängigen Staaten der Welt liegt an der französischen Riviera am Mittelmeer nahe der Grenze zu Italien: Monaco. Das kleine Fürstentum mit nur etwa 2 km² genießt ein hervorragendes Klima und eine herrliche Lage direkt an der Côte d’Azur.

Monaco war ein antiker Handelsplatz der Phönizier und später der Griechen. Sie errichteten an der Nordküste des westlichen Mittelmeers einen Herkules-Tempel, der Monoikos („einzelnes Haus“) genannt wurde. Der Ort  wurde zum römischer Hafen und bekam den Namen Herculis Monoeci Portus, woraus verkürzt Monaco entstand. Mit rund 36.000 Einwohnern, von denen ca. 78 % Ausländer sind, hat der Stadtstaat die höchste Einwohnerdichte aller Staaten. Er ist jedoch nicht Mitglied der Europäischen Union.

Die wohl bekanntesten touristischen Sehenswürdigkeiten sind der Place du Casino, auf dem sich sowohl das berühmte Hôtel de Paris, das Casino von Monte-Carlo als auch nebenan die Oper Monacos befindet. In der Altstadt Monaco-Ville steht der Fürstenpalast, die Residenz der Fürstenfamilie. In 85 m Höhe auf einer Klippe gelegen, liegt das Ozeanografische Museum mit einer Fülle von meereskundlichen Exponaten, darunter etwa 4.000 Fischarten sowie 200 Wirbellosen. Nicht zuletzt sei der Grand Prix de Monaco erwähnt, der jedes Jahr im Mai stattfindet.

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Rhodos

Lindos auf Rhodos, Foto: Dimitri Houtteman / Unsplash
Lindos auf Rhodos, Foto: Dimitri Houtteman / Unsplash

Die „Roseninsel“ ist mit ihren ca. 1401 km² eines der schönsten und interessantesten Ferienziele im Mittelmeer. Kaum eine andere Insel ist landwirtschaftlich so reizvoll, mit einem so milden Klima gesegnet, so sehr für den Fremdenverkehr erschlossen und so reich an Sehenswürdigkeiten aller Epochen.

Die Geschichte der Insel reicht weit zurück. Schon um 3000 v. Chr. war sie ein wichtiges Zentrum für den Handel zwischen Vorderasien, Griechenland und Ägypten. Um 1500 v. Chr. trugen die Archäer die mykenische Kultur nach Rhodos. Um 1100 v. Ch. eroberten die Dorier die Insel. Homer berichtet von der Teilnahme der drei Orte Lindos, Jálysos und Kámiros am Trojanischen Krieg. Diese drei Orte gründeten 407 v. Chr. an der Nordostspitze der Insel die neue Hauptstadt Rhodos. Nun begann die eigentliche Blüteperiode der Insel, die eine Zeit lang sogar Athen als Handelszentrum überflügelte. Symbol des unabhängigen Staates war der „Koloß von Rhodos“, eines der sieben Weltwunder: eine um 285 v. Chr. am Eingang des Hafens errichtete, 32 m hohe Bronzestatue des Sonnengottes Helios, die jedoch schon 224 v. Chr. bei einem Erdbeben zerstört wurde.

Rhodos liegt an der Nordostspitze der Insel. Ihre Altstadt ist von einer 4 km langen Mauer aus der Johanniterzeit umgeben. Innerhalb der Mauern liegen die Reste eines Aphroditentempels, einige byzantinische Kirchen und die sehr gut erhaltene Ritterstraße. An ihrem Anfang ist in dem ehemaligen Ordenshospital ein ausgezeichnetes archäologisches Museum untergebracht. Am Ende der Ritterstraße, auf dem höchsten Punkt der Stadt, liegt der rekonstruierte Großmeisterpalast, südlich davon die stets belebte Basarstraße und mehrere Moscheen.

Trondheim / Norwegen

Mein Schiff 1 in Norwegen, Foto: redcharlie / Unsplash
Mein Schiff 1 in Norwegen, Foto: redcharlie / Unsplash

Trondheim liegt an großen Tronheimsfjorden nahe der norwegischen Küste. Mit ca. 342 km² und 176.348 Einwohnern ist sie die drittgrößte Kommune des Landes Norwegen. Ab ca. 950 n. Chr. finden sich Spuren eines Handelsplatzes auf der Halbinsel zwischen dem Fjord und der Mündung des Flusses Nidelv. Im Jahre 997 wird Trondheim hier von König Olav I. Tryggvason als Stadt gegründet. Durch die günstige, leicht zu verteidigende Lage und den natürlichen Hafen an der Flussmündung konnte sich Trondheim zu einem blühenden Handelszentrum für die Region Tröndelag entwickeln. Im Mittelalter war die Stadt das religiöse Zentrum des Landes und ein wichtiger Wallfahrtsort für Nord-Europa.

Zu einigen der bedeutendsten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten gehören der Nidarosdom, die Bischofsresidenz sowie der Kanalhafen (Kanalhavna). Im Zuge der Christianisierung wurde in der Nähe des alten Königshofes eine kleine Holzkirche (Christuskirche) errichtet. Diese wurde im 11. Jahrhundert durch eine Steinkirche ersetzt, als der Kultus um den Schrein des Heiligen St. Olav (Olav II. Haraldson) ständig mehr Pilger anzog. Heute wird die Kirche Nidarosdom genannt. Als Trondheim im 13. Jahrhundert Bischofssitz wurde, erreichte sie ihre größte Ausdehnung. Zu dieser Zeit wurde auch die Bischofsresidenz (Erkebispegården) stark erweitert, als sie im Laufe des Spätmittelalters zu einer geschlossenen Burg ausgebaut wurde und das Verwaltungszentrum des Bistums bildete.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im Rahmen eines neuen Hafenplans für die Stadt der Kanalhafen geschaffen, der die Innenstadthalbinsel in Richtung Norden abgrenzt. An der Südseite des Kanalhafens findet man eine Reihe der für Trondheim typischen Lagerhäuser, die direkt am Wasser liegen. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der westliche Teil des Kanalhafens ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, da dieser Anlaufstelle für Fähren zur Halbinsel Fosen war. Der alte Fischmarkt Ravnkloa befindet sich weiter westlich. Die Klappbrücke Skansenbrua ermöglicht die Einfahrt von Schiffen in die westliche Einfahrt des Kanalhafens.

Madagaskar

Nosy Iranja in Madagaskar, Foto: Sandy Manoa / Unsplash
Nosy Iranja in Madagaskar, Foto: Sandy Manoa / Unsplash

Madagaskar ist der zweitgrößte Inselstaat und die viertgrößte Insel der Welt. Er besitzt eine Fläche von rund 587.295 km². Das zentrale Madagaskar ist eine Hochebene mit durchschnittlichen Höhen von ca. 1100 m. Nach Osten fällt es schroff und steil ab, der Anstieg im Westen fällt sanfter aus. Das Plateau gipfelt im Maromokotro, dem mit ca. 2876 m höchsten Berg der Insel.

Die größten Städte sind Antananarivo, Toamasina, Antsirabe und Fianarantsoa. Madagaskar weist ein tropisches Klima auf mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen von etwa 25 °C. Sommer und Winter entsprechen der tropischen Regen- und Trockenzeit. Die küstennahen Zonen sind  von tropischem Tieflandregenwald bedeckt, allerdings sind von den ursprünglichen Regenwäldern nur noch vier Prozent erhalten. Die größten zusammenhängenden Regenwaldflächen, die noch existieren, liegen auf der Masoala-Halbinsel. Von Osten nach Westen geht der Regenwald allmählich über die Feuchtsavanne in die Trocken- und im Süden auch Dornsavanne über.

Die Flora und Fauna der Insel sind einzigartig und sucht ihresgleichen: Etwa 200.000 Tier- und Pflanzenarten, sowie 90 % des weltweiten Lemurenbestandes sind auf Madagaskar beheimatet. Die Holzschnittskunst der ethnischen Madagassengruppe Zafimaniry wurde im Jahr 2003 von der UNESCO in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

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Teneriffa

Die Kanarischen Inseln sind eines der beliebtesten Urlaubsziele weltweit und werden natürlich auch von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angesteuert. Mit ihrem landschaftlichen Abwechslungsreichtum, dem angenehm warmen, subtropischen Klima und der üppigen Vegetation eignen sie sich für fast jeden Anspruch.

Die Kanaren überzeugen sowohl mit ihren unzähligen schönen Stränden als auch mit den ausgezeichneten Fremdenverkehrseinrichtungen und zählen der zu Recht zu den führenden Touristenzielen der Welt.

Teneriffa – Die Insel der schönen Gegensätze

Teneriffa, Foto: Joshua Humpfer / Unsplash
Teneriffa, Foto: Joshua Humpfer / Unsplash

Zu den sieben großen Inseln des Archipels gehören Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, Gomera, und Hierro. Mit ca. 2.352 km² ist Teneriffa die größte Insel der Kanaren. Sie hat die Form eines Dreiecks. In ihrem Inneren verläuft ein zentraler Gebirgszug, der weite fruchtbare Täler umschließt. Berühmt ist das Tal von Orotava. Im Zentrum des Gebirges erhebt sich der Rand eines Kraters, genannt Las Cañadas (2.000 m). Nördlich davon ragt der Pico del Teide (3.718 m), der höchste Berg auf spanischem Gebiet, auf. Er ist im Winter mit Schnee bedeckt.

Die Strände im Norden der Insel sind zumeist felsig oder mit schwarzem Lavasand bedeckt (Puerto de laCruz, Las Teresitas, Las Gaviotas, Bajamar, Icod de los Vinos u.A.), im Süden breiten sich Strände mit feinem, goldfarbenen Sand aus (Los Cristianos, El Médano u. a.).

Neben den genannten Orten lohnen einen Besuch: Die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, das traditionsreiche La Laguna, die Monte de las Mercedes und die Monte de la Esperanza, das Tal von Orotava und die Stadt Orotava, sowie der Nationalpark Las Cañadas. Kurzum: Die Kanarischen Inseln sind definitiv eine Reise wert.

Rio De Janeiro

Rio De Janeiro am Abend, Foto: Davi Costa / Unsplash
Rio De Janeiro am Abend, Foto: Davi Costa / Unsplash

Rio De Janeiro, La Cidade Maravilhosa („Die wunderbare Stadt“), ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates in Brasilien und gleichzeitig die zweitgrößte Stadt des Landes. Nach São Paulo ist Rio bedeutendstes Handels- und Finanzzentrum Brasiliens. Mit einer Fläche von ca. 1.200 km² liegt die Stadt zwischen dem Atlantischen Ozean, der Guanabara-Bucht und den Ausläufern der Serra do Mar, einem Teil des zentralbrasilianischen Hochlandes.

Innerhalb des Stadtgebietes wird Rio von einer Hügelkette in zwei Bezirke getrennt. Im Süden entlang der Küste liegen Ipanema und die Copacabana, im Norden der historische Stadtkern und das Ladenzentrum. Ungefähr 6,5 Millionen Einwohner zählt Rio De Janeiro; das tropische Klima bietet das ganze Jahr über durchschnittliche Temperaturen von etwa 23 °C.

Bedeutendste Wahrzeichen von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut (portugiesisch „Pão de Açúcar“ = „Zuckerbrot“), ein 395 m hoher Granitfelsen auf der Halbinsel Urca, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado im Tijuca-Nationalpark und der Strand des Stadtteils Copacabana, der als einer der berühmtesten der Welt gilt. In Rio findet jedes Jahr der Karneval von Rio statt, der die größten und buntesten Paraden der Welt zeigt.

Wenn Sie Südamerika mit Rio De Janeiro erkunden möchten, bietet eine Kreuzfahrt dazu die beste Gelegenheit.

Sharm-El-Sheik

Die große Moschee in Sharm-El-Sheik, Foto: Nick Fewings / Unsplash
Die große Moschee in Sharm-El-Sheik, Foto: Nick Fewings / Unsplash

Am Roten Meer in Ägypten liegt Sharm-El-Sheik südlich des Hochlandes von Sinai, zwischen dem Golf von Suez und dem Golf von Akaba. Als der Tourismus seit den 80ern immer weiter anstieg, wuchs das kleine Fischerdorf mit seinen bis zu dieser Zeit nur rund 100 Einwohnern in rasanter Geschwindigkeit zu einem bekannten Touristenort heran.

Heute leben hier etwa 12.000 Menschen, die aus diesem Grund vollständig auf den Tourismus ausgerichtet sind und für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Geschäfte arbeiten. Es existieren sowohl Restaurants, Clubs, Golfplätze und Hotels als auch Spielcasinos, die sich im Vorort Naama Bay befinden.

Vom Hafen gelangt man mit Fähren, die regelmäßig ablegen, nach Hurghada und Aqaba. Der ehemalige Militärflughafen der Stadt ist mit mehr als 5 Millionen Passagieren der zweitgrößte in Ägypten. Somit verfügt der Ort über eine hervorragende Infrastruktur.

In Sharm-El-Sheik befinden sich die bedeutendsten Tauchgebiete im Golf von Aqaba mit vielen Korallenriffen, einer ausgezeichneten Wasserqualität und einem angenehmen Klima. Der ansässige Nationalpark bei Ras Mohammed ist zum Schutz des Ökosystems im Roten Meer begründet worden und darf allerdings nur mit offizieller Erlaubnis betreten werden. Ein Besuch lohnt sich aber unbedingt!

Genua

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Genua, Foto: Daniele D'Andreti / Unsplash
Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Genua, Foto: Daniele D’Andreti / Unsplash

An der Westküste Italiens am Mittelmeer liegt die Hafenstadt Genua. Sie ist die Hauptstadt der Region Ligurien und bildet deren Mitte. In der Metropolregion zählt Genua rund 1,5 Millionen Einwohner. Am Apenningebirge zieht sich Genua etwa 35 km an der Küste entlang und geht im Südosten in die Küstenregion Riviera di Levante, im Südwesten in die Riviera di Ponente über. 

Auf einem Hügelvorsprung in dem Verwaltungsviertel San Benigno im Westen der Stadt steht das Wahrzeichen von Genua: Der 1128 n. Chr. erbaute Hafenleuchtturm La Laterna erreicht eine Höhe von insgesamt 117 m und verfügt über zwei Aussichtsplattformen.

Im Zentrum der Altstadt liegen die historischen Paläste, die Palazzi dei Rolli, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert von Adelsfamilien bewohnt wurden. Sie sind Teil der Le Strade Nuove („Die neuen Straßen“), der Prachtstraßen, die mit ihren Palästen und Barockbauten von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind.

Zu entdecken gibt es auch einige Naturparks, wie z. B. den Beigua und den Aveto oder Europas größtes Aquarium, das Acquario di Genova. Das Aquarium befindet sich im Hafengebiet, dem Anfang der 90er-Jahre komplett umgebauten Porto Antico. Er bietet Anlegeplätze für hunderte Boote und Jachten. Im Palazzo Ducale (Dogenpalast), eines der wichtigsten Museen der Stadt, kann man die Gemälde eines der bekanntesten Maler des Barock, Peter Paul Rubens, bewundern.

Man sieht: Im Rahmen einer Kreuzfahrt sollte man unbedingt einen Landgang in Genua einplanen und diese schöne Stadt besichtigen.

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