Das Salz, das die Welt bedeutet – Dank zahlreicher Aktivitäten ist Madeiras Meer mehr als nur hübsche Kulisse

Foto: © Francisco Correia, Madeira Promotion Bureau

Nicht  der  Wind,  sondern  das  Segel  bestimmt  die  Richtung  –  sagt  ein Sprichwort aus China. Wo könnte man schöner Segel setzen und sich in Richtungen treiben lassen als auf Madeira – das üppig-grüne Festland im Blick, umgeben von tiefblauem Wasser und umschwommen von Delfinen, die ganzjährig die tiefen Gewässer rund um das Eiland ihre Heimat nennen. Ob auf oder unter Wasser: Madeira ist ein Eldorado für Wassersportler, die auf teils rasante – und im Fall von Coastering – neue Art in eine andere Welt tauchen wollen.

Die Natur im Blick: Tauchen und Delfin- und Walbeobachtungen

Foto: Madeira Promotion Bureau

Mal schroff, mal lieblich ist sie, die Vulkaninsel – zu Wasser und zu Land. Kilometertief geht es vor Madeiras Küste nach unten ins schwarze Meer. Das furchenreiche Gestein bietet zahlreichen Tieren Heimat und macht Madeiras Gewässer besonders fischreich. Die vorbeiziehenden Ströme sorgen dafür, dass Fische rund um Madeira heimisch sind, die man hier nicht erwarten würde: Papageien- und Judenfische, Moränen, Mantarochen und sogar Seelöwen können mit etwas Glück beobachtet werden.  Der  Unterwassernationalpark  Garjau  besteht  seit  über  30  Jahren  und  darf  tauchend erkundet werden – im Einklang mit den dort lebenden Bewohnern. Das führt dazu, dass sich sogar eine Mönchsrobbenkolonie in der Nähe Madeiras angesiedelt hat – immerhin eine der seltensten Robbenarten der Welt. Ihr Lebensbereich steht unter besonders strengem Schutz.

Ebenfalls   im   Einklang   mit   der   Natur   stehen   die   Delfin-   und   Walbeobachtungstouren.   Die Verweildauer der Boote bei den Tieren wird streng reglementiert und kontrolliert, sodass sie nicht gestresst werden. Je nach Jahreszeit ziehen Große Tümmler, Bryde-, Finn- oder Schwertwale und Schildkröten ihre Runden um Madeira.

Den Wind im Rücken: Kiten, Surfen und Windsurfen

Foto: Madeira Promotion Bureau

Hohe Berge und schroffe Felsen sorgen dafür, dass auf Madeira mitunter vier Jahreszeiten an einem Tag erlebt werden können. Dank verschiedener Klimazonen der Insel geht immer irgendwo der Wind – lebenswichtig für alle, die dem Kiten, Surfen und Windsurfen verfallen sind. Dem aus Madeira stammende Windsurfer Joao Rodrigues gelang 2011 sogar der Eintrag ins Guinnessbuch der Weltrekorde, weil er dank guten Winden ohne Unterbrechung 296 Kilometer über den offenen Atlantik von Madeira zur unbewohnten Insel Selvagens gesurft ist. Besonders geeignet sind die Strände von Funchal, Canico, Canical, Paul do Mar und Madeiras kleine Schwesterninsel Porto Santo.

Mal wild, mal entspannt: Coastering, Stand-up-Paddeln, Kajak- und Kanutouren

Foto: Madeira Promotion Bureau

Coastering ist das neue Canyoing – und mindestens genauso aufregend. Dabei wird das Prinzip einfach an die Küste verlegt: Abenteurer springen von Klippen ins kristallklare Meer, klettern in Höhlen,  seilen  sich  von  schroffen  Felsen  ab  und  überwinden  Steilhänge.  Die  Sportart  ist  wie geschaffen für Madeiras Landschaft – und definitiv nichts für schwache Nerven. Wer lieber das Meer mit reduziertem Tempo vom Brett oder Boot aus erkundet, greift zu Stand-up-Paddle-Board oder Kajak und Kanu. Dank dem milden Klima sind Touren fast ganzjährig möglich. Ein Stopp in einer malerischen Bucht gefällig? Auch das geht ganz entspannt. Etwas rasanter wird’s lediglich im August, wenn das Zentrum Treino do Mar zum Kanurennen um die ganze Insel lädt.