Entdecke die neuen sieben Weltwunder per Schiff

Taj Mahal, Foto: © Smileus / Fotolia.com

Die neuen sieben Weltwunder wurden im Juli 2007 im Rahmen einer TV-Show „New 7 Wonders of the World“ vorgestellt und waren das Ergebnis eines umfangreichen Votings. Für diese Wahl gründete der Schweizer Bernhard Weber die Stiftung „NewOpenWorld Foundation“. Die Wahl selbst erfolgte weltweit und war in drei Phasen unterteilt. Zunächst standen 200 Bauwerke zur Auswahl, aus denen ca. 20 Millionen Internetnutzer weltweit 77 Bauwerke gewählt hatten. Anschließend wählte eine Jury, welche aus sieben Architekten bestand, und reduzierte die Auswahl auf 21 Bauwerke. In der dritten und letzten Phase erfolgte erneut eine weltweite Abstimmung, bei der laut Veranstalter insgesamt 100 Millionen Stimmen abgegeben wurden. Es sei erwähnt, dass es eine private Wahl war, die weder auf wissenschaftliche Kriterien Wert legte noch von Organisationen wie der UNESCO offiziell unterstützt wurde. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den neuen sieben Weltwunder um spektakuläre Bauten, die nicht nur – wie die antiken Weltwunder – im Mittelmeerraum oder Vorderasien liegen, sondern dieses Mal weltweit verstreut sind.

Wir stellen Euch hier die neuen sieben Weltwunder vor und zeigen, wie man diese besuchen kann, auch wenn man eine Kreuzfahrt unternimmt.

Chichén Itzá

Weltwunder El Castillo / Chichén Itzá, Foto: © Givaga/ Fotolia.com
Weltwunder El Castillo / Chichén Itzá, Foto: © Givaga/ Fotolia.com

Die Maya-Ruinen Chichén Itzá stehen auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko. Das architektonische Meisterwerk der Ruinen ist eindeutig die Pyramide El Castillo, welche Kukulkán geweiht wurde. Kukulkán ist der Maya-Name des Gottes Quetzalcoatl. Auf jeder Seite der Pyramiden führen 91 Stufen hinauf. Addiert man alle Stufen zusammen und fügt die Plattform hinzu, erhält man die Zahl 365 – also die Anzahl der Tage eines Jahres. Man geht davon aus, dass die Astronomen der Mayas dies schon so bewusst berechnet haben. Die Geschichte der Mayas ist noch nicht vollständig entschlüsselt, aber Historiker gehen davon aus, dass diese Gebiet bereits 500 n. Chr. besiedelt wurde. Spätestens 1400 wurde dieses Gebiet wieder verlassen und wurde 1533 von spanischen Konquistadoren besetzt.

Seit 1988 gehören die Ruinen von Chichén Itzá zum UNESCO Weltkulturerbe. Außerdem wurde sie in das Internationale Register für Kulturgut unter Sonderschutz der „Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten“ aufgenommen.

Im Oktober 2016 besteht die Möglichkeit mit der MS Europa 2 von Hapag Lloyd von Playa del Carmen bzw. von Cozumel zu den Ruinen zu fahren. Vormittags legt das Kreuzfahrtschiff am Festland im Hafen von Playa del Carmen an. Mit dem Auto erreicht man die Ruinen nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt, muss allerdings Mautgebühren bezahlen. Wer diese sparen möchte, muss einen Umweg in Kauf nehmen, der mindestens noch mal 40 Minuten länger dauert. Allerdings empfiehlt sich für Erstbesucher nicht den Umweg zu nehmen. Die mautpflichtigen Straßen sind meist nicht nur in einem besseren Zustand, sondern auch sicherer.

Die MS Europa 2 legt Mittags dann über nach Cozumel, eine kleine Insel vor Playa del Carmen. Aber keine Panik: es gibt eine Fähre, die vom Playa del Carmen nach Cozumel übersetzt.

Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer, Foto: © zhu difeng / Fotolia.com
Die Chinesische Mauer, Foto: © zhu difeng / Fotolia.com

Die Chinesische Mauer gehört zu den bekanntesten Bauwerken dieser Welt und ist mit einer Länge von 21.196,18 km das größte Bauwerk der Erde. Diese Länge wurde übrigens erst im Juni 2012 vom chinesischen Amt für Kulturerbe bekanntgegeben, welches sich dabei auf die jüngsten archäologischen Erhebungen bezieht. Der Bau begann im 7. Jahrhundert v. Chr. und besteht aus 43.721 Einzelobjekten. 1987 wurde die Chinesische Mauer in die Liste der Welterben der UNESCO aufgenommen.

Gerüchten zufolge soll die Chinesische Mauer das einzige Bauwerk sein, welches auch aus dem Weltall zu sehen sein soll, jedoch hat noch kein einziger Astronaut jemals bestätigen können, dass er diese mit bloßem Auge erkennen konnte. Denn: die Mauer ist zwar sehr lang, aber mit 5-8 Metern je nach Stelle nicht sehr breit. Nach dieser Theorie müsste man dann auch normale Straßen im Weltall erkennen können.

Aktuell bietet die Reederei Holland America Kreuzfahrten mit Zwischenstopp in Peking an. Von hier aus kann man ohne weiteres die Chinesische Mauer besichtigen. Deutschsprachige Reedereien wie Costa Crociere und AIDA Cruises möchten zukünftig auch im chinesischen Raum Kreuzfahrten anbieten. Genaue Touren stehen noch nicht fest, geben wir hier aber bekannt.

Cristo Redentor

Die Christus-Statue in Rio de Janeiro, Foto: © marchello74 / Fotolia.com
Die Christus-Statue in Rio de Janeiro, Foto: © marchello74 / Fotolia.com

Die 30 Meter hohe Christus-Statue, welche seit 1931 im Süden von Rio de Janeiro steht, sollte ebenfalls bekannt sein. In dem Sockel, der 8 Meter hoch ist, befindet sich eine Kapelle, in der 150 Personen Platz finden. 50 Jahre lang war sie sogar die höchste Christus-Statue, mittlerweile aber nur noch die sechsthöchste Christus-Statue (Stand: 2015).

2006 wurde die Statue übrigens zum katholischen Wallfahrtsort geweiht.

Im November wird die MSC Musica von Europa nach Südamerika übersetzen und den Winter über im südamerikanischen Raum unterwegs sein. Natürlich sind dann auch Zwischenstopps in Rio de Janeiro geplant. Gleiches gilt auch für die MSC Preziosa, Costa Pacifica und Costa Fascinosa. Also mehr als genügend Auswahl legen Reisende auf deutschsprachige Kreuzfahrten wert.

Kolosseum

Das Kolosseum in Rom, Foto: © eyetronic / Fotolia.com
Das Kolosseum in Rom, Foto: © eyetronic / Fotolia.com

Für das Kolosseum braucht man eigentlich nicht mit dem Schiff anreisen, wer aber gerade eine Mittelmeer-Kreuzfahrt macht, kommt meist auch an Rom bzw. an den Hafen von Civitavecchia vorbei. Mit dem Mietwagen hat man das Kolosseum bereits nach einer Stunde Fahrtzeit erreicht – vorausgesetzt man traut sich selber in den römischen Verkehr.

Das Kolosseum ist das größte, antike Amphitheater in Rom und wurde zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaut. Einst diente es zur Unterhaltung des Kaiserhauses und der Bevölkerung Roms, wobei Gladiatorenkämpfe oder Wagenrennen eher brutal und grausam als belustigend zu bezeichnend sind – zumindest aus heutiger Sicht. Der Eintritt war übrigens für das Volk frei.

Große Reedereien wie Costa Kreuzfahrten, AIDA Cruises, Royal Caribbean oder MSC Kreuzfahrten bieten regelmäßig Touren im Mittelmeer an und somit ist Rom eins der einfachen zu erreichenden Ziele.

Machu Picchu

Panoramablick auf Machu Picchu, Foto: © amadeustx / Fotolia.com
Panoramablick auf Machu Picchu, Foto: © amadeustx / Fotolia.com

Machu Picchu ist eine alte Ruinenstadt der Inkas und liegt direkt in den Anden – das Hochgebirge, welches sich durch Südamerika zieht. Die Hauptstadt Perus Lima liegt ca. 500 km Luftlinie an der peruanischen Küste. Also, wir reden hier nicht gerade von einem Katzensprung vom Hafen aus. Hinzu kommt noch, dass das Gebiet von Machu Picchu in einer Höhe von ca. 2.360 Metern im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Es liegt zwischen den Gipfeln Huayna Picchu und Machu Picchu (was übersetzt so viel wie „alter Gipfel“ bedeutet).

Wie auch schon die anderen Weltwunder zuvor, gehört auch Machu Picchu zum UNESCO-Welterbe, und das schon seit 1983.

Ihr fragt Euch nun, wie man da hinkommt? Eine berechtige Frage. In der Gegend sind jetzt nicht so viele Reedereien unterwegs, und Reisen dorthin sind um einiges teurer. Aber es lohnt sich alle Mal. Reedereien wie die Princess Cruises bieten Touren nach Machu Picchu als Vorprogramm zur eigentlichen Seereise an. Zunächst geht es mit dem Flieger nach Lima, übernachtet dort und dann geht es mit dem nächsten Flieger weiter nach Cusco. Cusco liegt etwa 75 km von der berühmten Ruinenstadt entfernt. Insgesamt ist man sechs Tage in Peru unterwegs ehe man tatsächlich in Santiago dann einschifft. Es ist also ein gewisser Aufwand damit verbunden, aber durchaus machbar.

Petra

Felsenstadt Petra, Foto: © thauwald-pictures / Fotolia.com
Felsenstadt Petra, Foto: © thauwald-pictures / Fotolia.com

Petra ist nicht nur ein typischer Frauenname hier in Deutschland, sondern auch der Name einer verlassenen Felsenstadt im heutigen Jordanien. Zur Zeit der Antike war Petra zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr. und dem 3. Jahrhundert n. Chr. eine beliebte Handelsstadt sowie Hauptstadt des Reiches der Nabatäer, ein Verbund von Nomadenstämmen im nordwestarabischen Raum.

Lange war Petra in Europa in Vergessenheit geraten, und wurde 1812 vom Schweizer Jean Louis Burckhardt neu entdeckt. Und weitere 100 Jahre später schrieb Thomas Edward Lawrence, den meisten wohl eher als Laurence von Arabien bekannt, „Petra ist der herrlichste Ort der Welt – nachzulesen in seinem Buch „Die sieben Säulen der Weisheit“.

Seit 1985 ist auch Petra auf der Welterbenliste der UNESCO zu finden.

Petra selbst liegt nun auch nicht in unmittelbarer Nähe zum Wasser, aber AIDA Cruises bietet Ausflüge zu dieser besonderen Stadt während des Aufent
haltes in Aqaba an.

Taj Mahal

Taj Mahal, Foto: © Smileus / Fotolia.com
Taj Mahal, Foto: © Smileus / Fotolia.com

Das Taj Mahal in Indien ist wohl das schönste Mausoleum der Welt. Errichtet auf einer 100 x 100 Meter großen Marmorplattform, wurde das Gebäude in Form einer Moschee im Auftrag von Großmogul Shah Jahan erbaut. Er ehrte damit seine große Liebe Mumtaz Mahal, die 1631 verstarb. Der Bau begann kurz nach ihrem Tod und wurde 1648 fertiggestellt. Das Taj Mahal ist 58 Meter hoch und 56 Meter breit. Auch dieses Weltwunder steht seit 1983 auf der UNECSO-Weltklturerbenliste.

Das Taj Mahal steht im indischen Bundesstaat Agra und damit mitten in Indien. Reedereien wie Hapag-Lloyd Cruises bieten bei ihren Zwischenstopps in Mumbai mehrtägige Überlandsausflüge an, so dass also auch hier eine Möglichkeit gegeben ist dieses Weltwunder hautnah zu erleben.

Das ewige Weltwunder: die Pyramiden von Gizeh

Das ewige Weltwunder: Cheops-Pyramide und der Sphinx, Foto: © Givaga / Fotolia.com
Das ewige Weltwunder: Cheops-Pyramide und der Sphinx, Foto: © Givaga / Fotolia.com

Die Pyramiden von Gizeh gehörten zu den sieben Weltwundern der Antike und existieren als einzige der ursprünglichen sieben Weltwunder auch heute noch. Ursprünglich standen sie ebenfalls auf der Liste zur oben erwähnten Wahl, wurden jedoch nach Protesten aus Ägypten von der Liste entfernt und als „ewiges Weltwunder“ gekennzeichnet. Die Pyramiden von Gizeh sollen in etwa zwischen 2620 bis 2500 v. Chr. erbaut worden sein. Die größte und bekannteste Pyramide wurde für Pharao Cheops errichtet, der von ca. 2620 bis 2580 v. Chr. regierte. Ursprünglich war das Bauwerk 146,6 m hoch, heute sind es nur noch 138,75 m. In der Nähe der Cheops-Pyramide ist auch der berühmteste Sphinx der Welt zu finden: ein liegender Löwe mit einem Menschenkopf.

Selbstverständlich gehören auch die Pyramiden von Gizeh zum Weltkulturerbe der UNESCO, und das schon seit 1979.

AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) bieten bei ihren Zwischenstopps in Alexandria entsprechende Ausflüge zu diesen atemberaubenden Weltwundern.