Asien

Kambodscha

Im Norden von Kambodscha wird das Tiefland des Tonle-Sab-Beckens und Mekongdetas durch die Dangrek-Gebirgskette und im Süden und Südwesten durch das Kardamom-Gebirge abgeschlossen. Das Tiefland wird durch den Mekong in einen östlichen und einen westlichen Teil getrennt. Der Oberlauf ist dicht bewaldet, im Unterlauf findet man Reisanbaugebiete. Das größte und fischreichste Binnengewässer Südostasiens ist der Tonle-Sab.

Klima in Kambodscha

Es herrscht ein tropisch-feuchtes Klima mit durchschnittlichen Temperaturen von 27 Grad. Die Vegetation reicht von Mangrovensümpfen an der Küste über Monsunwälder im Zentralgebiet bis hin zu Regenwäldern in den Gebirgen.

Bevölkerung in Kambodscha

Die Bevölkerung besteht aus 90 % Khmer, 5 % Vietnamesen und Minderheiten von Cham und Chinesen. 85 % der Bevölkerung lebt auf dem Land. Der Buddhismus stellt die Glaubensrichtung von 95 % der Kambodschaner dar. Alphabetisiert sind nur 35 % der Menschen von Kambodscha. Die Lebenserwartung der Bevölkerung liegt als Folge des Krieges, des unzureichenden Gesundheitssystems und der fehlenden Versorgungsstruktur bei 48 Jahren.

Geschichte und Politik in Kambodscha

Im 7. Jahrhundert wurde das alte Reich der Khmer gegründet und ging nach wiederholten Angriffen der Nachbarn im 17. Jahrhundert unter. Die Franzosen besetzten Kambodscha 1867 und wurden von der Union von Indochina geschlagen. 1949 erhielt Kambodscha die Unabhängigkeit. Erst 1954 verließen die Franzosen das Land. Ein Jahr später dankte der amtierende Monarch ab und wurde Präsident. Zu einem zwei Jahre dauernden Bürgerkrieg, führte der Staatsstreit von 1970. Der Staat wurde im Jahr 1989 ausgerufen. 1993 fanden Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung statt, die unter UNO-Aufsicht durchgeführt wurde. Die Versammlung führte dazu das Kambodscha eine konstitutionelle Monarchie wurde und Prinz Sihanouk erneut König. Die ersten freien Gemeindewahlen wurden 2002 durchgeführt. Sihanouk dankte im Oktober 2004 ab, sein Nachfolger wurde sein Sohn Norodom Sihamoni.

Wirtschaft und Tourismus in Kambodscha

Das Bruttoinlandsprodukt beträgt ca. 5,4 Milliarden US-Dollar, wovon 33 % auf die Landwirtschaft, 28 % auf die Industrie und 39 % auf den Dienstleistungssektor (v.a. Tourismus) entfallen. 80 % der Kambodschaner sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Industrie ist durch die fehlende Infrastruktur weit unterentwickelt.

Die ehemalige Hauptstadt des alten Khmer-Reiches Angkor mit dem Tempelbezirk Angkor Wat stellt eine der touristischen Anziehungspunkte dar.

Verkehr in Kambodscha

Das Eisenbahnnetz, das sich über lediglich 603 km erstreckt verbindet die Hauptstadt Hanoi mit dem Nachbarland Vietnam. Das Straßennetz ist nur teilweise befestigt. Der Schifffahrt auf dem Mekong kommt eine zentrale Funktion dar. Internationale Flughäfen gibt es in Phnom, Penh und Angkor.

Alle Angaben ohne Gewähr

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