Nordamerika: Die schönsten Reiseziele

San Francisco, Kalifornien

Um den Kontinent Nordamerika in all seinen wundervollen Facetten zu beschreiben, würde selbst ein Buch mit 1.000 Seiten wohl nicht ausreichen. Dennoch möchten wir hier versuchen, Dir die wichtigsten Infos rund um die Länder und Regionen Nordamerikas zu geben und die schönsten Attraktionen vorzustellen. Doch nicht nur das: Folgt man der Route vom eisigen Alaska über Kanada und die USA nach Süden, trifft man irgendwann unweigerlich auf den Golf von Mexiko und die karibischen Inseln. Auch hier gibt es viel zu entdecken, weshalb wir auch die Karibik in unserem Ratgeber nicht vergessen wollen. Folge uns auf eine faszinierende Reise an einige der schönsten Plätze der Erde und entdecke vielleicht die nächsten Ziele für Deine Traumreisen!

Alaska

Die Natur ist in der Regel dort am schönsten, wo sie der Mensch am wenigsten beeinträchtigt. Somit ist es kein Wunder, dass Alaska für jeden, der schon einmal dort war, zu den schönsten Ländern der Erde zählt. Schließlich ist das Land äußerst dünn besiedelt und bietet somit viel unberührte und atemberaubend schöne Natur.

Alaska liegt ganz im Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents, gehört aber als eigener Bundesstaat zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Staat besitzt im Osten die einzige Landgrenze mit Kanada, im Norden grenzt die Exklave an das Nordpolarmeer, im Süden an den pazifischen Ozean und im Westen an die Beringsee. Somit kann Alaska auch als Halbinsel bezeichnet werden und nimmt insgesamt rund 20 % der Fläche der USA ein.

Bezüglich der Temperaturen und klimatischen Bedingungen ist Alaska ein Land der Extreme. Es herrscht ein polares Klima vor, was für lange und dunkle Winter mit Temperaturen von deutlich unter minus 40 Grad Celsius sorgt. Lediglich einige Landstriche an den Süd- und Westküsten Alaskas warten mit einem etwas gemäßigteren Klima auf, wirklich warm wird es jedoch auch hier niemals.

Obwohl Alaska eine Fläche von mehr als 1,7 Millionen Quadratkilometern aufweist, lebt in diesem Bundesstaat nur rund 0,2 Prozent der amerikanischen Bevölkerung. Damit gehört Alaska zu den am dünnsten besiedelten Gebieten unserer Erde. Hinzu kommt, dass sich die Besiedlung Alaskas überwiegend auf die drei größten Städte konzentriert. Diese Städte sind Fairbanks, Anchorage und Juneau.

Kanada

Nach Alaska gilt Kanada unter Nordamerika-Reisenden sozusagen als zweiter Geheimtipp. Begrenzt vom Pazifischen Ozean im Westen und dem Atlantik im Osten, ist Kanada ein Land der Gegensätze und Extreme. Während im Norden durch die Landgrenze mit der Antarktis ein ebensolches, arktisches Klima vorherrscht, grenzt Kanada im Süden an die Nordstaaten der USA und weist gemeinsam mit diesen ein gemäßigtes, kontinentales Klima auf.

Im Hinblick auf die Landfläche ist Kanada der zweitgrößte Staat der Erde, das Land ist allerdings nur sehr dünn besiedelt und verfügt noch nicht einmal über die Hälfte der Einwohner Deutschlands. So ist es kein Wunder, dass Kanada zu großen Teilen über eine raue, unberührte Natur verfügt.

Geprägt wird das Land unter anderem durch mehrere große Gebirgszüge – am bekanntesten davon sind sicherlich die legendären Rocky Mountains – und durch eine riesige Anzahl von Seen, insgesamt sind es mehr als eine Million.

Die Besiedlung Kanadas konzentriert sich insbesondere auf die großen Ballungsräume von Montreal, Toronto, Ottawa und Vancouver. Insgesamt lebt in den vier genannten Großstädten und den entsprechenden Ballungsgebieten mehr als 30 Prozent der kanadischen Bevölkerung.

Für Touristen ist Kanada aber insbesondere wegen seiner unberührten Natur interessant. Hier gedeihen noch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die man sonst auf der Welt vergebens sucht. Wer einen Urlaub abseits des alltäglichen Trubels machen möchte, ist zum Beispiel in der Region rund um den Bärensee – einer der größten Seen des Landes – genau richtig.

Nordstaaten & Mittlerer Westen der USA

Der sogenannte Mittlere Westen der USA, welcher auch die Nordstaaten umfasst, bildet von der Fläche her den größten Teil der Vereinigten Staaten von Amerika. Im Gegensatz zu anderen Regionen in den USA ist die Bevölkerungsdichte hier jedoch viel geringer.

Unter dem Mittleren Westen verstehen die meisten Menschen heute die so genannten „Fly-over-States“, also die Länder in der Mitte der USA, welche man immer dann überfliegt, wenn man von der West- an die Ostküste oder umgekehrt möchte. Von den Amerikanern werden diese Staaten und ihre Bewohner immer als etwas „hinterwäldlerisch“ angesehen, da die meisten sie nur vom Überfliegen kennen.

Die Nordstaaten dagegen umfassen jene Bundesstaaten der USA, die sich im Jahr 1860 von den Südstaaten abspalteten und in der Folge die „Konföderierten Staaten von Amerika“ bildeten. Dabei wird der Begriff „Nordstaaten“ heute nur noch relativ selten gebraucht, meist schließt man diese Länder in den Mittleren Westen mit ein.

Die Staaten des Mittleren Westens werden von vielen Amerikanern auch als der „Brotkorb der Nation“ bezeichnen, da hier äußerst fruchtbare Böden vorzufinden sind, die eine ideale Grundlage für die ausgedehnte Landwirtschaft bilden. Zusammen mit der teilweise unberührten Natur bilden die Staaten des Mittleren Westens auch ein gern genutztes Reiseziel.

USA – Ostküste

Die Ostküste der USA umfasst sämtliche am Atlantik gelegenen Staaten, zum Beispiel  Florida, Pennsylvania, Georgia, North Carolina, South Carolina, Virginia, Maryland, Delaware, New Jersey, New York usw. Die Staaten reichen im Norden – aufgereiht wie auf einer Perlenkette – bis nach Maine. Auf diese Staaten der Ostküste konzentriert sich ein großer Teil der US-amerikanischen Bevölkerung, insgesamt lebt hier ein rund ein Drittel aller Amerikaner.

Die Ostküste und insbesondere die dort gelegenen Städte und Metropolen gelten als  Wirtschafts- und Finanzzentren des Landes. Unzählige weltbekannte Unternehmen haben in den großen Boomtowns New York, Boston, Philadelphia etc. ihren Sitz, und auch fast alle Institutionen der Finanzwelt finden sich hier. Viele sprechen auch von der „gesellschaftlichen Elite“, welche sich in den Metropolen der Ostküste niedergelassen hat.

Die Ostküste ist insbesondere für Städtereisen interessant, einsamer Spitzenreiter ist und bleibt dabei New York. „Big Apple“ oder „Die Stadt, die niemals schläft“ – New York hat viele Namen und gilt als eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Stadt der Welt. Trotzdem wäre es falsch, die gesamte Ostküste der USA nur auf diese eine Stadt zu reduzieren.

Landschaftlich gesehen hat die Ostküste laut der Meinung vieler Amerikaner eher wenig Reizvolles bieten. Die meisten Touristen sehen das allerdings anders. Schaut man sich Bundesstaaten wie beispielsweise Maine im Norden oder Florida im Süden etwas genauer an, so lassen sich hier unzählige reizvolle Reiseziele entdecken.

USA – Westküste

Während an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika die Wirtschafts- und Finanzwelt zu Hause ist, konzentriert sich an der Westküste der größte Teil der Kultur- und Kunstszene dieses riesigen Landes.

Zur Westküste der USA zählen alle am Pazifik gelegenen Staaten, zum Beispiel Kalifornien, Washington, Oregon usw. Auch die Inselgruppe Hawaii wird oftmals zur Westküste gerechnet, obwohl sich diese mitten im Pazifik befindet.

Städte wie Los Angeles und insbesondere San Francisco werden von vielen Amerikanern als das künstlerische Herz der USA bezeichnet. Kein Wunder, sitzt doch in Los Angeles nahezu die gesamte Filmindustrie der USA, während in San Francisco unzählige Laufbahnen weltbekannter Künstler begonnen haben, und viele von ihnen noch heute dort leben.

Die Westküste der USA ist geprägt durch den vergleichsweise schmalen Küstenstreifen, in dem sich die großen Metropolen befinden und der den Pazifik vom kargen Hinterland trennt. Zum größten Teil geht dieses Hinterland direkt an der Grenze zum fruchtbaren Küstenstreifen in Wüste über. Die bekannteste davon dürfte die Wüste Nevada sein.

Bezüglich des Klimas unterscheiden sich der Norden und der Süden der Westküste der USA sehr stark. Im Süden – zum Beispiel in Südkalifornien – herrscht ein fast schon  wüstenähnliches Klima vor, während im Norden im Jahresmittel große Niederschläge fallen.

Südstaaten der USA

In den Südstaaten der USA lebt der größte Teil der schwarzen Bevölkerung. Insgesamt zählt man 16 amerikanische Bundesstaaten zum Gebiet der Südstaaten, mehr als 100 Millionen Amerikaner leben hier.

Die Südstaaten sind geprägt von Landwirtschaft, die auf großen Farmen und weitläufigen Plantagenflächen betrieben wird. Große Industrieansiedlung wird man hier nicht finden. Umgangssprachlich bezeichnet man die Südstaaten der USA auch als Dixieland, was auf eine Geschichte von einem Landvermesser zurückgeht, der Dickson hieß und die Grenzlinie zwischen Maryland und Pennsylvania festgelegt haben soll. Noch heute sieht man diese Linie als Abgrenzung der Südstaaten zu ihren nördlichen Nachbarn an.

Während die Ostküste als Finanzzentrum und die Westküste als künstlerisches Zentrum der USA betrachtet wird, kann man die Südstaaten als das Herz der amerikanischen Kultur bezeichnen. Hier liegt sie auch, die Wiege der amerikanischen Musik. Aus den Südstaaten kommen solch weltberühmte Musikstile wie Gospel, Blues sowie die Country- und Volksmusik der USA. Städte wie Nashville, New Orleans und Memphis gelten heute noch als musikalische Zentren des Landes.

Berüchtigt sind die Südstaaten durch die Sklaverei, welche erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts abgeschafft wurde. Noch heute finden sich unzählige Zeugnisse und Überbleibsel aus dieser dunklen Zeit, die einen Besuch der Südstaaten für Touristen jedoch historisch sehr interessant machen.

Mexiko

Den südlichen Abschluss der Landfläche des nordamerikanischen Kontinents bildet Mexiko. Korrekt bezeichnet müsste man hierbei von den „Vereinigten Mexikanischen Staaten“ sprechen, doch kaum jemand nutzt heute diese umständliche Bezeichnung. Der Begriff macht lediglich deutlich, dass Mexiko aus mehreren, ehemals unabhängigen Ländern entstanden ist.

Die Vereinigten Mexikanischen Staaten sind rund sechs Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, wobei ein Teil des Landes bereits zu Mittelamerika gezählt wird. Im Norden verbindet Mexiko eine über 3.000 km lange Grenze mit den USA, außerdem bestehen Grenzen mit den Ländern Belize und Guatemala.

Mit Mexiko-Stadt, Puebla, Guadalajara und anderen verfügt Mexiko über einige der größten Städte der Erde, allein in der Hauptstadt leben weit mehr als 20 Millionen Menschen. Überhaupt konzentriert sich die Infrastruktur vorrangig auf wenige Großstädte und Ballungsräume, auf dem Land ist die Besiedelung dagegen nur sehr schwach ausgeprägt, was auch den lebensfeindlichen, teilweise wüstenähnlichen Bedingungen zu schulden ist.

Besonders interessant an Mexiko sind die Einflüsse der verschiedenen Kulturen. Es finden sich sowohl karibische Einflüsse im Land als auch in indianische und europäische. Das moderne Mexiko ist allerdings auch zu großen Teilen durch die USA geprägt. Leider ist die Kriminalitätsrate in Mexiko in den letzten Jahren durch den Drogenhandel extrem stark angestiegen, was auch für Touristen unangenehme Auswirkungen haben kann. Einige Städte, insbesondere in Grenznähe zu den USA, werden inzwischen von diversen Drogenkartellen weitgehend beherrscht und empfehlen sich somit als Urlaubsziel nicht mehr.

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